Am 06.08.2019 ging es für mich los nach Gwangju. Von Hamburg aus sechs Stunden mit dem Flieger bis nach Dubai, von dort aus neun weitere Stunden bis nach Seoul. Nach drei Stunden am Flughafen in Seoul nahmen wir den Bus, der ca. vier Stunden bis zur 1,4 Millionen-Einwohner-Stadt benötigte, wo wir endlich im Athletendorf ankamen. Hier habe ich die 12 Nächte während meines Aufenthaltes in Südkorea verbracht. Die Zimmer und Appartements waren sehr spartanisch eingerichtet, aber wir hatten alles, was wir brauchten. Das Frühstück war sehr reichhaltig und ging von koreanisch über chinesisch bis zum Western Food, so dass wir immer gut satt wurden. Auch die Unterhaltung im Athletendorf war sehr gut, abends gab es immer wechselnde Culture Events, es gab eine Spiele-Hölle, sehr wohltuende Massagesessel, einen Arena-Shop und vieles mehr. Und natürlich gab es überall Klimaanlagen! Es war sehr, sehr heiß, immer 40 Grad und mehr und das ganze bei 100% Luftfeuchtigkeit! Da brauchte ich ein paar Tage, bis ich mich einigermaßen akklimatisiert hatte, die sieben Stunden Zeitverschiebung waren dagegen kein Problem, das klappte schnell.

Mein erster Wettkampf war das Freiwasser, 3 km im Hafenbecken von Yeosu, 130 km von Gwangju entfernt. Gefrühstückt wurde um 5 Uhr morgens, 5.30 Uhr fuhr der Shuttle-Bus. Mein Start war dann um 10 Uhr, bei 27 Grad Wassertemperatur und 35 Grad Außentemperatur. Im Salzwasser, bei starkem Wind und hohen Wellen, ging es für mich auf die Runde, bei der ich leider sehr viel Wasser schluckte. Mein Anschlag im Ziel erfolgte dann als Siebte. An den beiden darauf folgenden Tagen schwamm ich die 800 m Freistil und die 200 m Rücken. Diese beiden Strecken fielen mir nach dem Freiwasser sehr schwer, aber die Wettkampfreihenfolge war nun mal leider so. Danach standen immerhin 3 Tage Pause an, bevor ich am vorletzten Wettkampftag noch die 100 m Rücken geschwommen bin. Die Zeiten und Platzierungen waren ok, es war ein 8., 10. und 13. Platz. Leider hatte ich in der Zeit in Gwangju mit Magenproblemen zu kämpfen.

Zwischendurch standen immer wieder Ausflüge nach Seoul, in die Umgebung von Gwangju oder Gwangju selbst an, so dass die Zeit in Südkorea schnell verging. Es ist ein Land, das sicher nicht oft von ausländischen Touristen besucht wird. Daher ist es manchmal mit der Verständigung etwas schwierig, da viele Einheimische nicht sehr gut englisch sprechen. Doch die Südkoreaner sind immer bemüht, einem zu helfen und sind sehr gastfreundlich.

Es war eine super organisierte Weltmeisterschaft, mit kostenlosen Getränken, immer pünktlichen Shuttle-Bussen und mehren Becken zum Ein- und Ausschwimmen.

Wenn es mir möglich ist, bin ich in 2 Jahren in Japan gerne wieder dabei!

 

Johanna Brügge